Gesellschaft Nachwachsender Rohstoffe mbH
- Norbert Hofnagel -
Bohlenweg 3
33034 Brakel
Fon: 05272-5402
norbert.hofnagel@mr-hoexter-warburg.com

Projekt Nahwärmeverbund und Holzhackschnitzel-Heizwerk Brakel (Ökologie, Ökonomie)

Startschuss zur Verfeuerung von Holzhackschnitzel

Ende März 2004 hatte Nordrhein-Westfalens ehemalige Umwelt- und Landwirtschaftsministerin Bärbel Höhn das neue Holzhackschnitzel-Heizwerk in Brakel offiziell in Betrieb genommen. Sie gab damit den Startschuss für die Verfeuerung von Holzhackschnitzeln aus Naturholz und unbelastetem Restholz zum Beispiel aus Sägewerken. „Wir nutzen das Holz aus dem heimischen Wald zur Wärmeerzeugung und betreiben gleichzeitig aktiven Umweltschutz“, erklärt Norbert Hofnagel.
Die GRE, (Gesellschaft für rationelle Energienutzung), die Agrardienst GmbH und Stratmann Städtereinigung sind alle gemeinsam gleichberechtigte Gesellschafter der GNR (Gesellschaft Nachwachsender Rohstoffe), die das Holzhackschnitzel-Heizwerk geplant, projektiert und heute betreiben.
Geschäftsführer der GNR ist Norbert Hofnagel vom Agrardienst, der hervorhebt, dass „die Anlage in Brakel die erste in Deutschland ist, in die Landwirte über eine Institution Geld investiert haben und gleichzeitig am Betrieb beteiligt sind.“ In das moderne Wärmeversorgungssystem wurden rund 1,5 Millionen € investiert.
Täglich werden etwa 35 m³ Holz verbrannt, pro Jahr ca. 3.000 t Holzhackschnitzel. Die Rohstoffversorgung wird mit Hilfe von Land- und Forstwirten über den Maschinenring Höxter – Warburg organisiert. Der Brennstoff stammt aus vier Forstbetriebsgemeinschaften im Landkreis Höxter oder besteht aus Landschaftspflegehölzern aus der Region. Holz ist als Brennstoff CO2-neutral, weil es bei der Verbrennung die gleiche Menge Kohlendioxid freisetzt wie beim Wachstum des Holzes gebunden wurde.

Heizkessel versorgen öffentliche Gebäude

Die Wärme aus zwei modernen Holzkesseln mit je einem Megawatt Leistung versorgt über ein 1500 Meter langes Rohrnetz das Adolf Kolping Berufskolleg, das gleichnamige Bildungswerk, sowie die Gebäude der Landwirtschaftskammer Westfalen-Lippe und des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Höxter Warburg. Das ist mehr als die Hälfte der Gebäude, die dem Kreis Höxter zugeordnet sind. Auch die Grundschule der Stadt Brakel ist dem umweltschonenden Nahwärmeverbund angeschlossen. Durch diese Art der Wärmeversorgung wird die Emission von etwa 1200 Tonnen fossilem Kohlendioxyd vermieden.

Heizkraftwerk liefert rund 6 Millionen kwh pro Jahr

„Das neue Heizwerk läuft rund 3000 Stunden im Jahr mit voller Kraft und liefert mit rund 6 Millionen kWh pro Jahr die so genannte Grundlast, während die vorhandenen Kessel in den angeschlossenen Gebäuden, die Spitzenlast im Winter und die Ausfallreserve übernehmen“ so Peter Grote.
Die Heizzentrale wird vollautomatisch betrieben und ist zur Überwachung und Fernsteuerung direkt an die Netzleitstelle von E.ON Westfalen Weser in Paderborn anschlossen.

Dieses Projekt als PDF laden

Eine Initiative von NORA e.V. OWL - Netzwerk für regionale Agenda :: Impressum