Aktionskomitee Rettet die Weißstörche im Kreis Minden-Lübbecke e.V.
- Horst Reschke -
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32423 Minden
Fon: 0571-8072345
aktionskomitee@minden-luebbecke.de

Projekt Das Weißstorchprogramm Minden-Lübbecke (Ökologie)

Weißstorchprogramm schon seit 1987

1987 wurde das Weißstorchprogramm Minden-Lübbecke der Nordrhein-Westfalen-Stiftung Naturschutz, Heimat- und Kulturpflege als Reaktion auf den dramatischen Rückgang des Weißstorchbestandes aufgelegt, der mit nur noch 3 Brutpaaren in NRW quasi vor dem Aussterben stand. Es gründete sich das Aktionskomitee „Rettet die Weißstörche im Kreis Minden-Lübbecke“ e.V., das dieses Programm in Zusammenarbeit mit dem Amt für Agrarordnung und der Biologischen Station vor Ort umsetzt. Hierzu gehören z.B. der Flächenerwerb, die Planung und Umsetzung von Optimierungsmaßnahmen, die Verpachtung von Naturschutzflächen und eine intensive Öffentlichkeitsarbeit. Bislang wurden 420 ha Land in den Bastauwiesen, der Weseraue und dem NSG Rauhe Horst aufgekauft und zum größten Teil in feuchtes Grünland umgewandelt und somit als Nahrungsraum für den Weißstorch hergerichtet.
Das Gesamtinvestitionsvolumen des Weißstorchprogramms beläuft sich auf rund 7,5 Mio. €. Die 1997 ins Leben gerufene Weißstorchstiftung Minden-Lübbecke unterstützt das Aktionskomitee vornehmlich bei der Finanzierung der Pflegemaßnahmen auf Naturschutzflächen und bei Aktivitäten im Bereich Öffentlichkeitsarbeit.

Weißstorchbestand im alten Storchenland erholt sich nachhaltig

Nach dem absoluten „Tief“ Ende der 80er/Anfang der 90er Jahre erholte sich der Weißstorchbestand im Kreis Minden-Lübbecke seit Mitte der 90er Jahre zusehends und nachhaltig und hat jetzt wieder ein Niveau wie vor 60 Jahren erreicht (2004: 19 Horstpaare mit 37 ausgeflogenen Jungvögeln). Viele alte Nester wurden wieder besetzt, neue Niststandorte im alten Storchenland an Weser und Bastau wurden gegründet. Daneben haben die Maßnahmen des Aktionskomitees eine positive Wirkung auf die gesamte Flora und
Fauna: Durch die Wiederherstellung einer Feuchtwiesenlandschaft und die extensive
Form der Flächenbewirtschaftung erholte sich der Bestand vieler gefährdeter und bereits „verloren“ geglaubter Arten, so dass die Weißstorchflächen inzwischen wieder von einervielfältigen, feuchtwiesentypischen Tier-und Pflanzenwelt besiedelt werden.

Öffentlichkeit über den Sinn der Naturschutzmaßnahmen informieren

Abgesehen vom Projekt Renaturierung des Riehebaches wird es Landankäufe und Opti-mierungsmaßnahmen in größerem Umfange wegen des Verbrauches der Projektmittel nicht mehr geben. So wird es in Zukunft vornehmlich darum gehen es, das Erreichte zu sichern. Ein wichtiger Schwerpunkt wird künftig in der Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit liegen, denn nur wenn die Öffentlichkeit über den Sinn der Naturschutzmaßnahmen informiert ist, kann man eine breite Zustimmung und Unterstützung erwarten. Mit dem Betrieb und der Unterstützung des Westfälischen Storchenmuseums „Haus Heimat Himmel“ in Windheim wird sich das Aktionskomitee künftig verstärkt auch dieser Aufgabe widmen.

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